Adipositas

Normaler BMI — aber trotzdem ungesund? | Dr. med. Türker Karabuğa

1. September 2025

Normaler BMI — aber trotzdem ungesund? | Dr. med. Türker Karabuğa

Was ist der BMI?

Der Body-Mass-Index (BMI) ist ein Maß, das durch Division des Körpergewichts durch das Quadrat der Körpergröße berechnet wird. Ein Wert zwischen 18,5 und 24,9 gilt als normal.

Die Grenzen des BMI

Der BMI allein spiegelt Ihren Gesundheitszustand nicht vollständig wider. Trotz eines normalen BMI können Sie:

  • einen hohen Körperfettanteil haben (versteckte Adipositas)
  • eine Insulinresistenz entwickelt haben
  • Anzeichen eines metabolischen Syndroms aufweisen
  • kardiovaskuläre Risikofaktoren haben

Versteckte Adipositas (Skinny Fat)

Normalgewichtige Personen mit einem hohen Körperfettanteil haben eine unzureichende Muskelmasse. Dieser Zustand wird als “Skinny Fat” oder “versteckte Adipositas” bezeichnet. Bei diesen Personen ist das Risiko für Diabetes, Herzerkrankungen und Bluthochdruck erhöht.

Gesundheit richtig messen

Anstelle des BMI oder zusammen mit dem BMI liefern folgende Messungen genauere Informationen:

  • Bauchumfang: Frauen über 88 cm, Männer über 102 cm = Risiko
  • Taille-Hüft-Verhältnis: Über 0,85 (Frauen) und 0,90 (Männer) = Risiko
  • Körperfettanteil: DEXA, Bioimpedanzanalyse oder Hautfaltenmessung
  • Blutuntersuchungen: Nüchternblutzucker, Insulin, Cholesterinpanel

Fazit

Auch bei einem normalen BMI ist es wichtig, regelmäßige Gesundheitschecks durchzuführen, Sport zu treiben und sich ausgewogen zu ernähren. Wenn Sie Bedenken haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Normaler BMI, aber metabolisches Syndrom?

Viele Menschen mit normalem BMI weisen trotzdem Anzeichen eines metabolischen Syndroms auf. Dr. med. Türker Karabuğa beobachtet in seiner Adipositaspraxis in Izmir regelmäßig Patienten, die normalgewichtig erscheinen, aber schwere metabolische Probleme haben. Das metabolische Syndrom ist das gleichzeitige Auftreten von Bluthochdruck, erhöhtem Blutzucker, erhöhten Triglyzeriden und niedrigem HDL-Cholesterin.

Viszerales Fett ist eine gefährliche Fettart, die sich um die inneren Organe anlagert. Jemand kann normalgewichtig sein, aber dennoch einen sehr hohen Anteil an viszeralem Fett haben. Ohne Bluttests, Nüchternblutzucker, Insulinspiegel und Hormonstatus wird dieses Problem oft nicht erkannt. Der Bauchumfang ist ein besserer Indikator für das metabolische Risiko als der BMI. Wenn der Bauchumfang bei Frauen über 88 cm und bei Männern über 102 cm liegt, ist trotz normalem Gewicht ein metabolisches Problem wahrscheinlich.

Das TOFI-Konzept (Thin Outside, Fat Inside)

Das TOFI-Konzept beschreibt Personen, die von außen schlank wirken, aber innen einen hohen Fettanteil haben. Dr. med. Türker Karabuğa beobachtet in seiner Praxis, dass manche Patienten, die sich für schlank halten, in Testergebnissen Anzeichen metabolischer Adipositas aufweisen.

TOFI-Personen haben eine unzureichende Muskelmasse. Das Fettgewebe hat sich statt in der Muskulatur in den inneren Organen angesammelt. Das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und Bluthochdruck kann genauso hoch sein wie bei nach BMI klassifizierten adipösen Personen. Dieser Zustand entwickelt sich durch einen sitzenden Lebensstil und unzureichende Proteinaufnahme. Menschen, die nicht trainieren und keine Muskelmasse aufbauen, können trotz normalem Gewicht in die TOFI-Kategorie fallen. Der Begriff „metabolische Adipositas” wird verwendet, um diesen Zustand zu beschreiben.

Wie misst man den Körperfettanteil?

Neben dem BMI gibt es mehrere Methoden zur Messung des Körperfettanteils. Die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) sendet einen leichten Stromimpuls durch den Körper und berechnet das Verhältnis von Fett und Muskeln. Sie ist einfach, schnell und relativ kostengünstig, kann jedoch durch den Hydrationsstatus beeinflusst werden. Die DEXA-Messung (Dual-Energy-Röntgenabsorptiometrie) misst Knochendichte und Körperfettanteil mit sehr hoher Genauigkeit und gilt als sehr zuverlässig.

Die Hautfaltenmessung wird mit einem einfachen Caliper-Instrument durchgeführt. Die Hautfaltendicke wird an bestimmten Körperstellen gemessen und der Körperfettanteil über Formeln berechnet. Diese Methode hängt von der Erfahrung der messenden Person ab. Um zu verstehen, dass der BMI allein nicht ausreicht, ist Wissen über den Körperfettanteil unbedingt erforderlich.

Bewertungsansatz von Dr. med. Türker Karabuğa

Dr. med. Türker Karabuğa verwendet bei der Patientenbewertung in Izmir nicht allein den BMI. Es wird eine viel umfassendere Beurteilung durchgeführt: Bauchumfang, Körperfettanteil, Blutuntersuchungen, Familienanamnese und Lebensstilgewohnheiten des Patienten werden detailliert untersucht. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es, den tatsächlichen Gesundheitszustand zu ermitteln.

Mit den Patienten wird ein ausführliches Gespräch geführt, bei dem Ernährungsgewohnheiten, körperliche Aktivität, Schlafqualität und Stressniveau abgefragt werden. Bei Bedarf werden Kardiologen, Endokrinologen und Ernährungsberater hinzugezogen. Dieser multidisziplinäre Ansatz von Dr. med. Türker Karabuğa ermöglicht es, den tatsächlichen Gesundheitszustand der Patienten zu ermitteln und den geeigneten Behandlungsweg festzulegen.

Kann bei normalem BMI trotzdem ein metabolisches Risiko bestehen?

In der Klinik von Dr. med. Türker Karabuğa in Izmir wird häufig die Frage gestellt: „Mein BMI ist normal — warum habe ich trotzdem Probleme?” Die Antwort liegt darin, dass der BMI allein kein ausreichender Gesundheitsindikator ist. Der BMI misst das Verhältnis von Körpergröße und Gewicht, zeigt aber nicht, wo sich das Fett im Körper ansammelt. Personen, die schlank wirken, aber viel viszerales Fett um ihre inneren Organe haben, können metabolisch als adipös eingestuft werden.

Dieser Zustand wird in der medizinischen Literatur als TOFI bezeichnet. Bei diesen Personen können metabolische Syndrom-Kriterien wie Insulinresistenz, erhöhte Triglyzeride, niedriges HDL-Cholesterin und Bluthochdruck auftreten. Dr. med. Türker Karabuğa bewertet neben dem BMI auch Bauchumfang, Körperfettanteil und Blutparameter gemeinsam.

Warum sind Bauchumfang und Körperfettanteil wichtig?

Laut Dr. med. Türker Karabuğa ist der Bauchumfang ein zuverlässigerer Indikator für das metabolische Risiko als der BMI. Nach WHO-Kriterien gilt ein Bauchumfang über 94 cm bei Männern und über 80 cm bei Frauen als Risikofaktor; über 102 cm bei Männern und über 88 cm bei Frauen als hohes Risiko. In der Klinik in Izmir wird bei jeder Patientenbewertung routinemäßig der Bauchumfang gemessen.

Beim Körperfettanteil gilt über 25 % bei Männern und über 35 % bei Frauen als Adipositasgrenze. Diese Messung kann mittels Bioelektrischer Impedanzanalyse oder DEXA-Scan durchgeführt werden. Dr. med. Türker Karabuğa empfiehlt auch normalgewichtigen Personen mit hohem viszeralem Fettanteil eine Lebensstiländerung und bei Bedarf medizinische Intervention.


Verwandte Seiten:

⚠️ Rechtlicher Hinweis: Bei jedem chirurgischen oder interventionellen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person variieren. Es wird empfohlen, vor dem Eingriff eine ausführliche Beratung bei Ihrem Arzt einzuholen.

BMI berechnen

Body-Mass-Index

BMI

WhatsApp

+(90) 545 550 35 50