Haarausfall nach bariatrischer Operation
Temporärer Haarausfall ist eine der häufigsten Beschwerden nach Schlauchmagen- oder Magenbypass-Operationen. Er trifft ca. 30–40 % der Patienten, ist aber in der Regel vorübergehend.
Warum kommt es zu Haarausfall?
Telogen-Effluvium: Der operative Stress und die drastische Kalorienreduktion versetzen viele Haarfollikel in die Ruhephase. Ca. 3–6 Monate nach der OP fallen diese Haare aus.
Nährstoffmangel: Mangel an Protein, Biotin, Zink, Eisen und Vitamin D kann Haarausfall verstärken.
Wann beginnt der Haarausfall?
Typischerweise 3–6 Monate nach der Operation. Er dauert meist 3–6 Monate und hört dann von selbst auf.
Was können Sie tun?
- Proteinzufuhr erhöhen: Mindestens 60–80 g Protein täglich
- Biotin: 2500–5000 µg täglich (nach Rücksprache mit dem Arzt)
- Zink: 8–11 mg täglich
- Eisen: Regelmäßige Kontrolle, bei Bedarf supplementieren
- Sanfte Haarpflege: Keine aggressiven Chemikalien, kein heißes Föhnen
- Stress reduzieren
Wann wird es besser?
Bei den meisten Patienten wächst das Haar nach 6–12 Monaten wieder vollständig nach. Wenn der Haarausfall nach 12 Monaten anhält, unbedingt den Arzt aufsuchen.
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